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To My Neighbor


I lift you higher,
lift you out
of your body cells
stuffed with anxiety
of your past -
an evil load that smells.

I'll fill each cell
with love and joy
that makes the
angels dance.
You'll glide through earthly
filth and stench -
a spiritual trance.

From your youth filled eyes,
your hands
and feet,
a holy peace shall flow,
so you and I
be filled with grace -
let us be still
and know.

William Hermanns
[P527]

Seelentränen


Seelentränen sind Gedichte,
rot mit Herzblut aufgeschrieben,
tiefem Menschenleid zum Ruhm,

Lies sie still in reinem Lichte,
unbeschattet,
frei von Trieben:
Du betrittst ein Heiligtum.


Wilhelm Hermanns
[G001]




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William Hermanns


Essay

Fluch und Segen

     Gedicht: Fluch u SegenCurse & Blessing

Fluch und Segen von William Hermanns, Ph.D., Prof.em.
Vortrag für den 34. Internationalen Kongress — Kirche in Not
Königstein/Ts., den 4 August 1984

The author translated the speech to the International Congress of the Church in Need into English the same year 1984 with the title Curse and Blessing.

A recent study by the United States Holocaust Memorial Museum was published in March 2013.  It concludes that the Holocaust of the genocide of Jews in Europe under the Nazis was far worse than previously reported, with over 42,500 sites of torture and extermination catalogued.    

Excerpt:  Dr. Dean, a co-researcher, said the findings left no doubt in his mind that many German citizens, despite the frequent claims of ignorance after the war, must have known about the widespread existence of the Nazi camps at the time.

“You literally could not go anywhere in Germany without running into forced labor camps, P.O.W. camps, concentration camps,” he said. “They were everywhere.”  

Link:  www.nytimes.com/2013/03/03/sunday-review/the-holocaust-just-got-more-shocking

 Navigation durch Abschnitt (gesetz etwa alle 100 Zeilen)

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1.
                                        Fluch und Segen

Als ich vor drei Jahren die österreiche Kaiseren Zita in einem Kloster in der Schweiz besuchte, sagte sie in einem langen Gespräch, dem auch mein Sohn Ken, ein amerikanischer Diplomingeneur, beiwohnte: "Mehrere Wochen nach Kriegsausbruch 1914 kam Kaiser Franz Joseph zu uns, urn dem Thronfolger Karl, meinem Mann,
zum Geburtstag zu gratulieren. Auf meine Bemerkung: "Wir haben ja schon zwei große Siege über die Russen gewonnen," sagte der Kaiser: "Das macht nichts, wir werden auch den Krieg, wie alle andern Kriege vorher, verlieren." "Majestät," rief ich aus: "Es gibt eine himmlische Gerechtigkeit, den Krieg müssen wir gewinnen. Der Mord an den Thronfolger und seine Gemahlin muß doch gerächt werden!"

Ich war entsetzt und sagte: "Majestät, der Mord an zwei Personen, von paar serbischen Anarchisten begangen, muß gerächt werden mit 17 Millionen Toten?" Die Kaiserin war für einen Moment sprachlos und sah mich mit grossen Augen an. Sie, eine Prinzessin von Bourbon-Parma, hat von klein auf täglich der Messe beigewohnt, sie hat fünf Päpste persönlich gekannt und viele Kardinäle, und ich mußte der erste sein, um ihr, fast 90 Jahre alt, zu sagen, daß der Weltkrieg von 1914-18 ein Verbrechen war und das zu einem Mitglied des österreichischen Kaiserhauses das seit Jahrhunderten als das katholische Erzhaus von Rom geehrt wurde. Was für ein Fluch, wo die Religion als Werkzeug der politischen Macht benutzt wird! Hat keiner der Kirchenfürsten, die im Hause Habsburg ein und aus gingen, das soziologische Gesetz der Massenideologie gekannt: "Führe keinen Krieg, der nicht im Volksbwußtsein verankert ist!" War der erste Weltkrieg dem deutschen Volksbewußtsein willkommen, so nicht dem österreichischen.

Seit 1908 hatte der deutsche Kaiser den Krieg geplant, der von General von Schlieffen ausgearbeitet worden war. Hatte der Kaiser nicht am Rande eines österreichischen Dokuments, das den Einmarsch nach Serbien erwägte, um den Mord von Sarajevo zu
rächen, das fluchbeladene Wort geschrieben: "Jetzt oder nie!"? Der Kaiser hatte ja seinen politischen Lehrer in Bismarck, der das den deutschen Volkscharakter widerspiegelnde Wort geprägt hatte: "Mögen sie uns hassen, wenn sie uns nur fürchten."

Die Vorsehung, oder soll ich es mit CG. Jung nennen: das Prinzip der Synchronizität, führte mich zu einer anderen Kaiserin, die auch nicht wußte, daß Massen die Geschichte machen und nicht der Herrscher auf dem Thron.

Als ich 1933 von der Kaiserin Herrnine, der zweiten Frau Wilhelm II in Berlin ins Kronprinzenpalais eingeladen war, sagte sie zu uns etwa 60 Gästen, die Mehrzahl bestand aus adligen Diplomaten und Generalen, nach dem Abendessen: "Wir müssen Hitler wählen und wenn er den Augiasstall der Kommunisten gereinigt hat, dann kommen wir zurück." Ich war wie vorm Kopf geschlagen. Sie will einen rachsüchtigen Psychopaten, der den leitenden Volksgedanken germanischer Erwähltheit für den nächsten Weltkrieg ausbeutete, benutzen, um dem Kaiser den verlorenen Thron zurück zu geben! Wagte denn kein Mensch ihr zu sagen: "Majestät, man kann keinen Fluch säen, um Segen zu ernten! Hitler hat nicht nur die Jugend sondern Millionen deutsche Frauen hinter sich, die die Uniform lieben. Er macht keinem Kaiser Platz."

Sie schritt von Gruppe zur Gruppe mit ihrer Botschaft im Perlengeschmückten Rosa Samtkleid mit langer Schleppe und Diamanten im Haar. Ich, Soziologe aus Franz Oppenheimers Frankfurter Schule, war verzweifelt, lief ihr nach und sagte: "Majestät, Hitler ist doch ein böser Mensch!" Die Kaiserin war einen Augenblick sprachlos. Zwei ordensgeschmückte Generale aus altem Adelzischten: "Sie wagen am Hofe zu widersprechen?" Die Kaiserin, die meine Gedichte schätzte, hatte sich gesammelt und sagte: "Mein lieber Doktor, wenn wir keine bösen Menschen hätten, dann hätten wir alle Engelflügel und flögen davon."

Die arme Kaiserin hat den Fluch mobilisiert. Zehn Jahre vergingen, und dann geschah's. Sie mußte, wie eine Gefangene, in einer von den Russen besetzten Stadt unter furchtbaren seelischen und körperlichen Qualen ihr Leben beschliessen.

War das Habsburgsche Erbhaus Vertreter der katholischen Kirche, so das Kaiserhaus die Spitze der evangelischen Kirche Deutschlands. Die Bibel sagt: Alles kommt heim.... Für Gott sind tausend Jahre ein Tag.
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2.
Arme Dynastien! Die kosmischen Gesetze lassen sich durch Gebete nicht bestechen. Die Privatgeschichte des Erzhauses Habsburg berichtet von Mord und Selbstmord, Wahnsinn, Verfolgung und Hinrichtung. Das evangelische Hohenzollernhaus, nicht minder heimgesucht — man denke nur an den armen Friedrich, den man den Grossen nennt — huldigte drei Grundsätzen: "Mögen sie uns hassen, wenn sie uns nur fürchten"; "Es muß am deutschen Wesen, die Welt einmal genesen"; und "Nach oben beten, nach unten treten".

Diese Grundsätze waren das Alfa und Omega der militärischen Vorträge, denen ich 1915 mit etwa 300 anderen Einjährigen und Offiziersaspiranten in Paderborn beiwohnte. Von diesem Kriegsgeist erfüllt, marschierte ich, der Kriegsfreiwillige des Kaisers, nach Verdun, gesegnet von Kardinal von Hartmann und von des Kaisers Hofprediger Dr. Vogel. Doch schon ein Jahr später verwarf ich die Massenideologie der drei Sprichwörter. Als ich bei Verdun verschüttet wurde und nichts als Tote und Ratten in den Granatlöschern waren, streckte ich meine Hand aus gen Himmel und schrie: "Gott, rette mich, und ich will Dir dienen solang ich lebe." Die innere Eingebung rettete mich und änderte mein Leben.

Was ich da lernte an Fluch und Segen, als ich innerhalb 24 Stunden drei mal dem Tod entkam, und dazu etwa 300 Menschen vor der französischen Gasbombe retten konnte, begann ich zu säen und jetzt, in der dritten Generation — habe die Kaiser- und Hitler epoche hinter mir -- säe ich immer noch, indem ich zu Ihnen spreche, die von vielen Ländern gekommen sind, um der Not der Kirche zu steuern.

Liebe Freunde! Der Kaiser, den ich erlebte, hat sich täglich die Bibel vorlesen lassen, aber der Kirche während des Krieges verboten, über das Gebot "Du sollst nicht töten!" zu predigen. Hitler, den ich erlebte, ließ die jüdische Bibel verbrennen, vor der Universität Berlin mit tausenden von Büchern und Manuskripten, auch meins über die Schlacht von Verdun. Das geschah am 10 Mai 19339 wobei der von Jesuiten erzogene Goebbels seine Inquisitionsrede hielt — ein treuer Nachfolger der Heiligen, Chrysostomos und Bernard, sowie Torquemada.

Hat das flammende Autodafe des Alten Testaments etwa die führenden Religionen unsere Zeit herausgefordert? Sagte der deutsche Kurienkardinal Bea zu mir später in Rom: "Die deutschen Kardinäle waren erst Deutsche, ehe sie Christen waren." Sagte der evangelische Bischof Dr. Niemöller zu mir: "Manche evangelische Kirchen fühlten sich so germanisch, daß sie auf dem Altar neben der Bibel Hitlers Buch Mein Kampf liegen hatten.

Als Mitglied der Liga für Menschenrechte gehörte ich der Widerstandsbewegung an und sandte 1930 Präsident Hindenburg, den ich persönlich kannte, Dokumente über die nationalsozialistische Rechtsbeugung, in der Hoffnung, er, ein gläubiger Protestant,
wähle den Segen nicht den Fluch. Er bedankte sich in einem persönlichen Brief, ohne auf die Dokumente einzugehen. Als ich viele Jahre später Franz von Papen, der Vertraute Hindenburgs, fragte: "Haben Sie nicht Hitler als Reichskanzler empfohlen?" sagte er: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich wollte das Beste für das Deutsche Volk. Ich bin ein tief religiöser Katholik und höre auch jetzt im hohen Altar die tägliche Messe in meinem Haus."

Anfang der 60er Jahre wohnte ich mehrmals dem Auschwitzprozess in Frankfurt bei, wo man auf einen Angeklagten besonders hinwies: Er habe keine Reue darüber gespürt, an der Vergasung von einer Million jüdischer Kinder mitgeholfen zu haben. Er habe stets den Befehlen seiner Vorgesetzten gehorcht, ging auch in die Kirche, wo er beichtete und die Kommunion empfing.

Über den Fluch und Segen der Religion hat Papst Johannes XXIII, der zur Zeit des Auschwitzprozesses auf dem Petersthron saß, geschrieben:

Wir sind uns heute bewußt, daß viele Jahrhunderte der Blindheit uns die Augen verhüllt haben, so daß wir die Schönheit Deines auser wählten Volkes nicht mehr zu sehen und in ihren Gesichtern die Züge unserer bevorzugten Brüder nicht mehr zu erkennen vermögen. Wir verstehen, daß uns ein Kainsmal auf die Stirn geschrieben steht. Im Laufe der Jahrhunderte hat unser Bruder Abel in dem Blut gelegen, das wir vergossen, oder er hat Tränen geweint, die wir verursacht haben, weil wir Deine Liebe vergaßen.

Vergib uns den Fluch, den wir zu Unrecht an ihren Namen Jude hefteten. Vergib uns, daß wir Dich in ihrem Fleisch zum zweitenmal ans Kreuz schlugen. Denn wir wußten nicht, was wir taten ....
(aus dem Buch, Rom und die Juden von Pinchas Lapide, 1967, Herder Verlag, Freiburg)
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3.
Mir hat Kardinal Tisserant, der Dekan des Kardinalkollegiums in Rom kurz vor seinem Tode offenbart, daß selbst er vor dem Konkordat gewarnt habe, aber Pius XII war ein Freund der Deutschen, bewunderte die Ordnungsliebe und den Gehorsamsinn des Deutschen. Kardinal Tisserant hatte aber als Franzose massenpschologische Erfahrungen gesammelt und kannte auch die andere Seite des deutschen Volkcharakters: "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!" Es ist die Massenideologie der Deutschen, die seit Jahrhunderten marschieren und erobern will. Pius XII war natürlich an Hitlers Feindschaft gegen den Kommunismus interessiert und hoffte, das Konkordat wäre das geeignete Mittel, die russische Kirche wiedererzustellen.

Wie ist der Kommunismus entstanden?

Über tausend Jahre lang hat sich die Russenkirche mit dem Adel und dem Zaren verbündet. Das Volk wurde ausgebeutet und ermahnt — man lese Dostojewsky und Tolstoj — dem Zaren gehorsam zu sein, es würde im nächsten Leben dafür belohnt werden. Hitler selbst hat Speer und andern Vertrauten enthüllt, daß er, dank des Konkordats, einen Miltärbischof habe, der seine katholischen Soldaten segnen werde, die nach Polen marschieren müssen, um Land im Osten zu erobern. Als Einstein von dem Konkordat hörte, sagte er zu mir: "Wie kann man mit Gott und dem Teufel zugleich ein Bündnis schließen?" Pius XII, ein tiefgläubiger Judenfreund, dürfte wohl nie von den unterschwelligen Trieben des teutonischen Massenbewußtseins gehört haben.

Trotz der Religion sind durch die Jahrhunderte die Kriege nicht abgeschafft worden. Die kosmischen Gesetze — ich habe sie bei Verdun erlebt -- lassen sich nicht durch politische oder religiöse Schachzüge beeinflussen. Die Schöpfung ist unendlich mehr als dreidimensional. Die Kirche ist sich erst seit 130 Jahren bewußt geworden, was Einstein mit seiner jüdischen Wert vorstellung so ausdrückt: "Es gibt keine Liebe ohne Gerechtig keit und keine Gerechtigkeit ohne Liebe." Die prophetische Kirche, die mit der Schöpferischen Urkraft des individuellen Gewissens gearbeitet hat, offenbarte sich schon in den ersten dreihundert Jahren christlicher Entwicklung als die politische dreidimensionalen Zielen zustrebende Kirche.

Es ist bezeichnend, daß "Unsere Liebe Frau" der Bernadette in Lourdes sagte: "Ich kann dir in diesem Leben nicht helfen, aber im nächsten will ich es tun". Diesen Hinweis, daß es der Mensch Kraft seines freien Willens in der Hand hat, mit dem Himmel und der Hölle in Verbindung zu treten und Segen oder Fluch einzuheimsen, wiederholte sie, zwei Generationen später, den drei Kindern in Fatima. Sie sagte, daß sie die Heilungen gewisser Menschen, um die die Kinder sie gebeten hatten, nicht ausführen könnte. Vor den Füßen der Kinder spaltete sie die Erde und zeigte eine Hölle, die in ihren Furchtbarkeiten der Beschreibung nahe kommt, die Emmanuel Swedenborg, ein schwedisch-lutheranischer Bischof und ein angesehener Wissenschaftler, in seinem Buch Himmel und Hölle, worüber Kant ein Buch schrieb, der Nachwelt geschenkt hatte. Dante und Ranke haben gleichfalls über die Päpste und die Hölle tiefschürfende Betrachtungen angestellt. Einsteins Wort "Wie kann man mit Gott und dem Teufel zugleich ein Bündnis schliessen!" dürfte ein Mahnwort für jede Kirche sein.

Wie stark das Bündnis der Kirche mit der führenden Macht des Staates sein kann, habe ich in Deutschland erlebt, in Form von zwei Weltkriegen, die zusammen 80 Millionen Menschen das Leben gekostet haben dürften, von den unzähligen Leiden der überleben den nicht zu sprechen. Jede Invasion wurde von den führenden Kirchen gesegnet. Jede Schlacht hatte ihre Gebete hinter der Front. Und die Bilder des geistigen Oberhauptes -- hier der Papst, da der Kaiser und Kaiserin — waren in der Etappe überall sichtbar.

Wenn auch das Massenbewußtsein, das den Staat trägt, die letzte Entscheidung über Krieg und Frieden hat, so ist es dennoch wichtig die Wesenheit, das ist die persönliche Gleichung des jeweiligen Führers des Staates zu kennen. Die persönliche Gleich
ung eines Menschen wird von den ersten sieben Jahren am einflußreichsten bestimmt.

Der psychologische Grundpfeiler der ersten sieben Jahre des Kaisers war Haß. Er hasste seine englische Mutter, die ihn nicht nur mit einem verkrüppelten linken Arm geboren hatte, sondern auch seine Geschwister — zwei Brüder starben früh — ihm sichtbarlich vorzog. Der Mutter ist der Sohn mit seinen unkontrollier baren Gefühlsausbrüchen immer fremd geblieben. Der verkrüppelte linke Arm und sexuelle Unausgeglichenheit gährten in Wilhelm lebenslang. Kein Wunder, daß er hoffte — und das wahrscheinlich auf Kosten Englands: "Ich werde einmal Wilhelm der Große genannt werden."
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4.
Der Kaiser, so lernten wir im Gymnasium, hat einer Garni sonskirche drei Bibeln gestiftet. In jeder schrieb er eigenhändig den folgenden Satz: "Ich werde unter Euch gehen und Eurer Gott sein und Ihr sollt mein Volk sein -- wandelt auf Euren Wegen, die ich Euch gebiete. Ohne mich vermögt Ihr nichts." Der Text war unterzeichnet: Wilhelm I.R. (Imperator, Rex).

Und als der Kaiser Kriegsbegeistert wurde, sagte er: " Wenn ich es befehle, müßt Ihr auf Eltern und Geschwister schießen."

Bismarck, der des Kaisers Psyche oder besser "persönliche Gleichung" früh erkannt hatte, wählte für ihn die Frau, eine verarmte Prinzessin aus Schleswig-Holstein, um den Fortbestand der Hohenzollerndynastie zu sichern. Auguste Viktoria hatte aber auch eine unheilvolle persönliche Gleichung, die ihre englische Schwiegermutter und Judenfreundin etwa so geformt hatte: "Als Herrscherin bin ich die höchste Vertreterin der evangelischen Kirche Deutschlands und über jede Kritik erhaben." Der psychische Grundpfeiler ihrer ersten sieben Jahre war der Zettel am Tor ihres väterlichen Schlosses in Schleswig-Holstein, worauf stand: "Juden und Bettlern sind der Eintritt verboten." Die Kaiserin Auguste Viktoria, die währnd des Krieges gern ein Kreuz oder Gebetbuch tragend, die Militärlazarette besuchte, hatte nie ihren kaiserlichen Fuß über die Schwelle eines jüdisches Krankenhauses gesetzt, wo viele jüdische Verwundete lagen und starben. Als sie aber selbst herzleidend wurde, war es nicht unter ihrer Würde sich vom bedeutenden Herzspezialisten Prof. Israels persönlich behandeln zu lassen.

War es fluchbeladenes Karma, kosmische Gerechtigkeit, das die kaiserliche Ehe heimsuchte? Die Kaiserin hatte einen Pagen geohrfeigt, der ihr Kleid beim Servieren beschmutzt hatte. Der junge Aristocrat ging auf sein Zimmer und erschoß sich. Der Kaiser befahl auf einer seiner langen Vergnügungsreisen auf dem Schiff einem jungen adligen Offizier, der ihn herausgefordert hatte, sich das Leben zu nehmen. Er gehorchte. Auf der Planke stehend, erschoß er sich und ertrank. Die Urheber dieser Selbstmorde -- für Gott sind tausend Jahre ein Tag --erlebten das kosmische Gesetz der Vergeltung als Flüchtlinge in Doorn, Holland, nach dem verlorenen Weltkrieg. Die Kaiserin auf dem Sterbebette liegend, empfing die Nachricht von dem Selbstmord ihres jüngsten Sohnes, den sie von ihren sieben Kindern am meisten geliebt hatte. Der Kaiser, selbst schwermütig geworden, endete sein fluch- und fluchtbeladenes Leben durch Bäumefällen im Schloßpark, um zu vergessen.

Nach dem Kaiser hatte ich auch einen anderen Machtmenschen erlebt, der die Masse brauchte, um sich einen Namen in der Geschichte zu machen: Hitler. Will man ihn analysieren, muß man auch seine ersten sieben Jahre kennen. Welchen unterschwelligen karmischen Einflüssen war er ausgesetzt? Sein Vater, der seinen Namen Schickelhuber, als Erwachsener zu Hitler umgeändert hatte, war das uneheliche Kind einer Magd namens Schickelhuber. Über den Vater Hitlers ließ Himmler später geheime Forschungen anstellen, um zu beweisen, daß Hitler jüdisches Blut hätte. Himmler haßte Hitler, besonders seit der Niederlage in Rußland und wollte seinen Platz einnehmen. Ihm ist aber der Beweis, daß Hitler nicht rein arisch sei, mißlungen. Hitlers Karma hatte aber noch andere wunde Punkte. Als Kind mußte er mit seiner Schwester öfters Zeuge sein, wie sein beleibter Vater, in der Uniform eines kleinen österreichischen Zollbeamten betrunken nach Hause kam und seine widerstrebende Frau zwang vor den Augen der Kinder seinen Geschlechtstrieb zu befriedigen. Dies Erlebnis der Schändung der Mutter, vielleicht der einzige Mensch, den Hitler wirklich geliebt hatte, dürfte der psychische Grundpfeiler gewesen sein, worauf Hitler sein späteres Leben aufbaute. Hitlers Ofenbarung in seinem vertrauten Kreis, wozu auch Speer gehörte, daß er nach dem gewonnenen Krieg eine arische Kirche schaffen würde, ist bezeichnend für die ersten sieben Jahre, die er in einer katholischen, österreichischen Kleinstadt erlebt hat.

Wenn wir nun auch noch berücksichtigen, daß das von Carl Jung entdeckte Princip der Synchronizität oder Bedeutungsvollen Zufälle eine grössere Rolle spielt als das Gesetz von Ursache und Wirkung , dann müssen wir uns fragen: Können wir durch Beten -- Pius XII hat Tag und Nacht gebetet -- die kosmischen Gesetze beeinflussen? Wenn Jesus oder seine Mutter, die beide Juden waren und als Juden starben, den Einfluß der Hölle nicht mindern, geschweige denn abschaffen konnten, wie können wir hoffen, mit den traditionellen Mitteln der Kirche, die atomare Gefahr abzuwenden. So Seelentröstend es ist für die verfolgten Religionsgruppen, daß wir ihnen beistehen, wird das die kosmischen Gesetze beeinflussen, die ja in Bewegung gesetzt werden durch die persönliche Gleichung des Menschen und nicht nur durch sein Gebet. Wieviel ist das Ich im Menschen in allem was er tut beteiligt und wieviel die unabdingbare, erlösende, von der Seele eingeflößte Liebe? Ich traf Franziskaner von Croatien. Wie haben sie die Serbische Orthodoxe Kirche gehaßt! Ich besuchte die Kirche von Erzbischof Lefevre, was für einen Haß die Gläubigen hatten gegen jede Modernisierung der katholischen Kirche, auch gegen das neue versöhnende Verhältnis mit den Juden! Soll ich noch vom Haß der Kirchen gegen Rußland sprechen?
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5.
Ich erlebte den Kaiser, die Kaiserin und Hitler persönlich. Wenn ich nun auch noch an die von den ersten sieben Jahren geformte persönliche Gleichung vieler psychologisch gequälter Studenten denke, die ich nach meiner Flucht aus Deutschland in meinem langen Leben als Erzieher in Harvard, San Jose und Stanford (Kalifornien) kennen lernte, dann fällt mir das Wort eines deutschen Generals ein, als wir 1916 nach Verdun marschierten: "Hier ist eure Gelegenheit, alles was ihr in eurem Leben angesammelt habt, an Haß und Vergeltungssucht, loszuwerden. Die Uniform ist die feinste psychologie: Sie belohnt euch, so wie ihr seid, mit dem Eisernen Kreuz. Und wenn ihr fallt fürs Vaterland, wird die Nachwelt eure Namen in Gold eingraviert auf Denkmälern und Tafeln in den Kirchen lesen." So macht der Krieg aus dem Fluch menschlicher Triebe einen Segen. Das wußte auch der bedeutende Massenpsychologe und Machthaber des deutsches Reiches mit dem Namen Hitler. Auschwitz wurde ein Segen für die angestaute Massenenttäuschung besonders in den Soldaten, die eine schwarze Uniform trugen. Hat je in der Geschichte der Sadismus, der seit vielen Jahrhunderten von Staat und Religion genährte Trieb, schaurigere Triumphe gefeiert!

Mögen doch die Leser besonders die Jugend aus diesen Beispielen, das eine lernen: Die Entfaltung eurer persönlichen Gleichung kann trotz karmischer Veranlagung und der ersten sieben Jahre ein nächstes und höheres Leben vorbereiten, wenn ihr unterscheiden lernt zwischen dem Ich-Bewusßtsein, das was man sieht, hört und tastet — also die dreidimensionale Ebne benutzt -- und dem Seelenbewußtsein, das dem Schöpfungsprinzip, oder der kosmischen Urkraft gehorcht, dem Gott der Bibel.

Solange das Ich-Bewußtsein das Seelenbewußtsein versklavt, bleibt die Religion ein Massenwerkzeug der Machtpolitik für Kirche und Staat. So werden seit tausenden von Jahren Kriege gesegnet. Einstein nahm sich eines Harvard Studenten an, den ich zu ihm brachte, weil er lebensmüde war, und heilte ihn durch den Hinweis, daß der Mensch weniger auf sein Intellekt als auf seine innere Eingebung lauschen solle, um seinen Lebenszweck auf Erden zu erfüllen.

Einstein sagte mir 1954 in Princeton, einige Monate vor seinem Tod (wir sprachen Deutsch): "Wir gehen einem Atomkrieg entgegen; der bricht im Nahen Osten aus; ein drittel der Menschen werden ihn überleben; sie leben dann in Höhlen; und wenn der vierte Weltkrieg kommt, gehen sie auf einander los mit Keulen."

Meine lieben Freunde. Die Religion zu retten ist eine edle Aufgabe, aber genügt das um die Menschheit vorm Untergang zu retten?
                  Fluch und Segen

Mensch, hast du mit Kreuz und Segen
je geändert deine Triebe?
Neid zeugt Haß, und Haß den Krieg,
auch wenns Auge lächelt Liebe.

Bin durchs Blut von Verdun geschwommen,
mit Kreuz und Segen. Frommes Rom
und frommer Kaiser! Neue Jugend
klammert sich jetzt ans Atom.

Ich hab entdeckt: Seit tausend Jahren
tragen Kirchen Massenketten.
Nur durch eigne Seelenkentnis
kann der Mensch sich retten.

                               William Hermanns [G462]

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